Das Ende des Krieges

aus der US-Army-Zeitung "Stars And Stripes" am 2. April 1945

Als die mit Deutschland verbündeten Japaner am 7. Dezember 1941 Pearl Harbor überfielen, erklärte Hitler den USA den Krieg. Seine Soldaten, und die des zweiten Verbündeten Italien, standen in ganz Europa und Nordafrika. Nachdem die Wehrmacht 1942 am Schwarzen Meer vorbei bis an die Wolga vorgedrungen war, hatte der „größte Feldherr aller Zeiten“ (wie ihn Gustav Keitel, der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, unterwürfig betitelt hatte) sein militärisches Blatt überreizt. Nach der vernichtenden Niederlage der deutschen 6. Armee in Stalingrad im Winter 1942/43 rückte die Rote Armee langsam aber unaufhaltsam gen Westen vor.

Englische und amerikanische Bomber eroberten die Vorherrschaft im Luftraum. So erreichte der Krieg die deutschen Innenstädte, wo er hunderttausende Opfer forderte. Brand- und Sprengbomben hinterließen so große Narben in der Bausubstanz, dass diese bis heute zu sehen sind und die Deutschen mehr als jedes Denkmal zur Friedfertigkeit mahnen.
Im Atlantik wendete sich der U-Boot-Krieg, weil die Alliierten gelernt hatten, den deutschen Funkverkehr zu entziffern und die Boote besser zu orten. Anglo-amerikanische Flugzeuge und Kriegsschiffe versenkten hunderte deutsche Unterseeboote, die England von der Versorgung abschneiden sollten.

Am 6. Juni 1944 landeten die alliierten Soldaten unter großen Verlusten an der französischen Atlantikküste. Sie eröffneten eine zweite Front, die vom Westen aus nach Deutschland  zog. Schon am 25. April 1945 trafen sich amerikanische und sowjetische Soldaten an der Elbe, aber erst eine Woche nachdem sich Hitler am 30. April in Berlin erschossen hatte, kapitulierte die Wehrmacht am 8. Mai 1945.

In Hiroshima und Nagasaki töteten am 6. und 9. August zwei Atombomben mehr als 150.000 Menschen. Little Boy und Fat Man (so hatten die Amerikaner ihre Nuklearsprengsätze getauft) beendeten den Krieg im Pazifik und machten die USA endgültig zur überragenden Militärmacht. 

 
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