Der Islam

Als jüngste der fünf heutigen Weltreligionen (Buddhismus, Hinduismus, Christen- und Judentum) entstand zu Beginn des 7.Jahrhunderts der Islam. Die zentrale Figur dieser Glaubensströmung ist ein Prophet, der sich im Dialog mit Gott weiß. Dessen Nachrichten bringt er als Prophezeiungen unter die Menschen.
Der Prophet Mohamed (570 - 632) begründete im arabischen Medina eine neue Form des Glaubens an denselben Gott, den auch Juden und Christen verehren. Prinzipiell stellt sie das - anders als Ungläubige - unter den Schutz vor gewalttätiger Bekehrung.
Im Koran legte Mohammed neben strengen Glaubens-, Gebets- und Fastenregeln auch Grundsätze fest, welche die Attraktivität und das schnelle, kraftvolle Wachstum des Islam erklären: Die Menschen sind vor Allah gleich und die soziale Abgabe (Almosen) wurde zur Pflicht. Da Mohamed auch militärischer und weltlicher Führer war, musste nach seinem Tode eine Nachfolgeregelung getroffen werden, die zur frühen Spaltung führte. Die Schiiten (heute 15 Prozent der Moslems) akzeptieren nur die Verwandten Mohammeds als dessen Nachfolger, wohingegen die Sunniten mit den Kalifen eine neue religiös-weltliche Herrschaftsform begründeten, die bald nicht mehr zu Mohammeds Familie gehörten.

Da die Verbreitung des Islam als Pflicht galt, machten sich die Kalifen mit großem militärischen Erfolg daran, ein muslimisches Weltreich zu begründen. Es erstreckte sich bald auf den gesamten südlichen und östlichen Mittelmeerraum einschließlich Persiens. Schon im 8. Jahrhundert gelang es den Arabern von den Westgoten auch Spanien zu erobern.
Erst 732 n. Chr. gelang es östlich der Pyrenäen einem fränkischen Heer, den arabischen Vormarsch zu stoppen. 

 
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