Geschichte der Mathematik

Abakus, mechanisches Rechenhilfsmittel

 

Die Mathematik ist eine der ältesten Wissenschaften. Der vor über 4500 Jahren im Alten Ägypten einsetzende Pyramidenbau mit seinen exakt berechneten Formen ist ein deutliches Anzeichen für das Vorhandensein von bereits weitreichenden mathematischen Kenntnissen. Ihre erste Blüte erlebte die Mathematik noch vor der Antike in Mesopotamien, Indien und China.

Die Babylonische Mathematik wurde von den verschiedenen Bewohnern Mesopotamiens entwickelt. Ihr Beginn lag vermutlich in den Tagen der frühen Sumerer, und ihre Entwicklung setzte sich bis zur Eroberung von Babylon durch die Perser im Jahr 539 v. Chr. fort. Im Gegensatz zur Mathematik der Ägypter, von der wegen der empfindlichen Papyri nur wenige Quellen existieren, liegt von der babylonischen Mathematik ein Bestand von etwa 400 Tontafeln vor, der seit etwa 1850 ausgegraben wurde.

Die Aufzeichnungen wurden mit Keilschrift in den noch weichen Ton geritzt und gebrannt oder in der Sonne getrocknet. Die Mehrzahl der gefundenen Tafeln stammen aus dem Zeitraum zwischen 1800 und 1600 v. Chr. und behandeln Themen wie Brüche, Algebra, quadratische und kubische Gleichungen und den Satz des Pythagoras .

Zahlen wurden ziffernweise wie heute von links nach rechts geschrieben, wobei links die Ziffern mit größerem Stellenwert standen.

Wie beim heutigen Dezimalsystem wurden die Zahlen durch den Stellenwert ihrer Ziffern geordnet. (Bei der modernen 11 hat die vordere 1 den Wert 10 und die hintere Ziffer den Wert 1). Allerdings war die Basis dieses Sexadesimalsystems die Sechzig.

Eine Ziffer für die Null kannten die Babylonier nicht. Sie wurde nicht als Zahl angesehen, sondern als Nichtvorhandensein einer Zahl und mit einem Leerzeichen dargestellt.

Im antiken Europa wurde die Mathematik von den Griechen als Wissenschaft im Rahmen der Philosophie betrieben. Aus dieser Zeit datiert die Orientierung an der Aufgabenstellung des „rein logischen Beweisens“ und der erste Ansatz einer Axiomatisierung, nämlich die euklidische Geometrie. Arabische Mathematiker griffen die von den Römern eher vernachlässigten griechischen, aber auch indische Erkenntnisse auf und begründeten die Algebra. Von Spanien und Italien aus verbreitete sich dieses Wissen in die europäischen Klosterschulen und Universitäten.

 

Viele Abschnitte und Informationen dieses Beitrages stammen aus dem Wikipedia-Artikel Geschichte der Mathematik in der Version vom 21.05.2014 (http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_der_Mathematik). Dort finden sich auch die Einzelnachweise und Anmerkungen. Der Text gehört zu Wikipedias Liste der exzellenten Artikel (http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Lesenswerte_Artikel). Außerdem wurden Informtionen und Absätze aus den Artikeln Mathematik (http://de.wikipedia.org/wiki/Mathematik#Geschichte) und Babylonische Mathematik (http://de.wikipedia.org/wiki/Babylonische_Mathematik) entnommen.

 

 
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